DP-V

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Denkpool V: Projektauswertung und kulturpolitische Strategie[Bearbeiten]

15.03.2019 PROGR, Bern
English Version

Gäste: Peter Erismann (Aargauer Kuratorium, Berater), Judith Huber (PANCH Vorstand), Marinka Limat (PANCH Vorstand), Andrea Saemann (Performancekünstlerin und Organisatorin)

Denkpool V war als geschlossene Veranstaltung konzipiert, in der Anliegen und Desiderate diskutiert wurde. Dabei ging es zunächst um das weitere Vorgehen im Dialog mit SAPA und die Frage, wie mögliche Formen einer Kooperation zwischen der AG/PANCH und SAPA aussehen könnten. Im Laufe des Projekts Archive des Ephemeren war immer greifbarer geworden, dass ein organisatorischer Gap zwischen der AG als Repräsentantin des Vereins PANCH und den Memo-Institutionen besteht, den es zu überwinden gilt. Die AG wünscht sich, als gleichberechtigtes Gegenüber von Memo-Institutionen z.B. von SAPA akzeptiert zu werden. Nur so kann sie ein Bewusstsein für Archivierungsformen von Performancekunst vermitteln, welche die Perspektive der Künstler*innen berücksichtigt oder gar ins Zentrum stellt. Als aussenstehender Experte für ein damals bevorstehendes Gespräch mit SAPA hat sich Peter Erismann mit einem reichen Erfahrungshintergrund in kulturpolitischen Fragestellungen bereit erklärt, die AG dabei zu unterstützen.

Anschliessend wurde das Vorgehen der AG im Hinblick auf die neue Kulturbotschaft diskutiert, die 2021 in Kraft tritt. Dabei schien es wichtig, die Anerkennung und Förderung von Performancekunst auf kulturpolitischer Ebene (Bund: kulturpolitische Botschaft / Fördereinrichtungen / Archive / Verbände) zu stärken. Hier ist Vermittlungsarbeit zu leisten, denn die Archivierung von Performancekunst fällt in der Schweiz in unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche, was ihre Erhaltung und Vermittlung auf politischer und institutioneller Ebene erschwert. In mehreren Treffen zwischen der AG, dem PANCH-Vorstand und wichtigen Protagonist*innen der Performancekunst, wurde eine Reaktion auf die jüngst erschienene Vernehmlassung zur Kulturbotschaft lanciert.

Als längerfristiges Ziel wurde festgehalten, dass der Verein PANCH und die AG daran arbeiten, sich als ernstzunehmende Partner im Kräftedreieck zwischen Künstler*innen, Memo-Institutionen und weiteren kulturpolitischen Akteur*innen zu profilieren.